M2M-Technologie
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„M2M“ steht als Abkürzung für „Machine-to-Machine“. Gemeint ist die Machine-to-Machine-Kommunikation, d.h.der automatisierte Datenaustausch zwischen Maschinen (dazu zählen auch virtuelle Maschinen, zum Beispiel
Software). Von den Funktionen und Möglichkeiten her betrachtet entsteht dadurch ein Internet der Dinge bzw. ein Internet intelligenter Objekte.
Eine hersteller- bzw. anbieterneutrale Antwort auf die Frage „Was ist M2M?“ zu finden, ist nicht ganz leicht. Für die Betreiber von GSM-Funknetzen – also klassische Mobilfunkprovider, die die entsprechende Handy-Netzwerkinfrastrukturzur Verfügung stellen – sind damit zum Beispiel die automatisierte Messwertübertragung per SMS bzw. GPRS oder Fernwartungs- und Teleserviceanwendungen gemeint. Anbieter von GSM-Funkmodems, die in vielen M2M-Anwendungen zur Datenübertragung über Mobilfunknetze genutzt werden, sehen das erfahrungsgemäß genauso. Hersteller von Bluetooth oder ZigBee-Funkchips verstehen unter M2M in der Regel AMR (Automatic Meter Reading – also die Funkübertragung von Verbrauchsdaten) oder ähnliche Anwendungen. Für derartige Anwendungen gibt es aus Sicht eines Halbleiterherstellers ein riesiges Marktpotenzial. („An jeden Heizkörper gehört ein Funkchip.“) Dieser Aufzählung unterschiedlicher Sichtweisen könnte man noch weitere Beispiele hinzufügen.
Bei dieser Anwendungsvielfalt ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Marktforscher des Marktforschungsunternehmens Forrester im Jahre 2003 den M2M-Markt „für den größten Wachstumsmarkt der kommenden fünf bis zwanzig Jahre“ hielten. Grundlage für diese Einschätzung war wohl folgende Überlegung: Auf dieser Erde gibt es ca. sechs Milliarden Menschen, mit denen die Mobilfunkprovider recht ordentliche Umsätze durch SMS- und MMS-Nachrichten erwirtschaften (in 2003 wurden ca. 20 Milliarden SMS- und 30 Millionen MMS-Meldungen verschickt). Daneben findet man weltweit ungefähr 50 Milliarden Maschinen, die – zumindest theoretisch – für M2M-Anwendungen zur Verfügung stehen.
M2M-Konzepte eignen sich als Lösungsbasis für sehr viele Aufgabenstellungen – besonders in vertikalen Märkten. Solche Marktplätze entwickeln sich allerdings erfahrungsgemäß mit geringerer Dynamik als horizontale Märkte für Massenprodukte. Die Prognosen der Marktforscher aus 2003 waren daher sicherlich zu optimistisch. Es gibt bis heute keinen globalen M2M-Wachstumsmarkt. Man findet aber zahlreiche, sehr viel versprechende Marktsegmente im Bereich der Messdatenübertragung, Telematik, Überwachung (Monitoring), RFID usw.. Bei genauer Betrachtung ist M2M jedoch lediglich ein neuer Begriff für anspruchsvolle Telemetrie- (also die automatische Fernübertragung beliebiger Messwerte) und SCADA-Applikationen (SCADA = Supervisory, Control and Data Acquisition). Die meisten M2M-Anwendungen basieren – im Gegensatz zu Telemetrie- und SCADA-Projekten – weitestgehend auf etablierten Standards. Besonders bei den zum Einsatz kommenden Kommunikationsprotokollen und Übertragungsverfahren ist dies zu erkennen. In einer Telemetri applikation findet man vollständig proprietäre Lösungen, die teilweise sogar im Hinblick auf einen ganz bestimmten Kunden oder eine spezielle Anwendung entwickelt wurden. M2M-Konzepte nutzen mit TCP/IP etc. hingegen offene Protokolle, wie sie auch im Internet und lokalen Firmennetzwerken zum Einsatz kommen. Ähnlich sieht es bei den Datenformaten aus.

